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Dilborner Straße 63 · 41379 Brüggen
schlossdilborn@gmail.com
Gemälde Der Besuch (Interieur) von Heinrich Nauen, 1913, farbintensive Figuren in einem Innenraum

Dilborner Kunst

Die Heimat einzigartiger Talente

Von 1911 bis 1931 war Schloss Dilborn Wohnung, Atelier und Treffpunkt des rheinischen Expressionismus. Bis heute prägen Kunstwerke das Schloss und seinen Park.

Titelbild: Heinrich Nauen, Der Besuch (Interieur), 1913, Tempera auf Leinwand, Kunstmuseen Krefeld.

Besucher auf Schloss Dilborn

Ein gastfreies Haus für die Avantgarde

Zu den ersten Gästen im August 1911 zählten August und Elisabeth Macke gemeinsam mit Franz und Maria Marc.

Im Mai 1914 kamen Erich und Siddi Heckel für mehrere Wochen, Heckel und Nauen malten dieselben Motive und porträtierten sich gegenseitig. Heinrich Campendonk, Helmuth Macke, Jan Thorn-Prikker, die Sammler Edwin Suermondt und Julius Talbot Keller, die Kunsthistoriker Paul Clemen, Walter Cohen, Walter Kaesbach und Edwin Redslob sowie der Galerist Alfred Flechtheim genossen die Gastfreundschaft der Nauens, oft über mehrere Tage und mit viel Musik.

Walter Kaesbach war Nauens Förderer und Freund. Er sammelte Werke von Nauen, Rohlfs, Heckel und anderen Expressionisten und stiftete 1922 97 Werke seiner Heimatstadt Mönchengladbach. Heute befinden sich dort 40 Arbeiten Nauens im Museum Abteiberg.

Zeichnung von Fritz Huhnen: Tafelrunde mit Heinrich Nauen und Malerkollegen in Krefeld
Fritz Huhnen: „Tafelrunde“ in Krefeld mit Heinrich Nauen.

„So etwas von Intensität, von Konzentration, von Leuchtkraft und Farbklang …“

Edwin Suermondt über Nauens Dilborner Bilder, Sommer 1911