
Dilborner Kunst
Die Heimat einzigartiger Talente
Von 1911 bis 1931 war Schloss Dilborn Wohnung, Atelier und Treffpunkt des rheinischen Expressionismus. Bis heute prägen Kunstwerke das Schloss und seinen Park.
Titelbild: Heinrich Nauen, Der Besuch (Interieur), 1913, Tempera auf Leinwand, Kunstmuseen Krefeld.
Das Künstlerpaar Nauen · 1911 bis 1931
Zwei Leben, zwanzig Jahre Dilborn
Besucher auf Schloss Dilborn
Ein gastfreies Haus für die Avantgarde
Zu den ersten Gästen im August 1911 zählten August und Elisabeth Macke gemeinsam mit Franz und Maria Marc.
Im Mai 1914 kamen Erich und Siddi Heckel für mehrere Wochen, Heckel und Nauen malten dieselben Motive und porträtierten sich gegenseitig. Heinrich Campendonk, Helmuth Macke, Jan Thorn-Prikker, die Sammler Edwin Suermondt und Julius Talbot Keller, die Kunsthistoriker Paul Clemen, Walter Cohen, Walter Kaesbach und Edwin Redslob sowie der Galerist Alfred Flechtheim genossen die Gastfreundschaft der Nauens, oft über mehrere Tage und mit viel Musik.
Walter Kaesbach war Nauens Förderer und Freund. Er sammelte Werke von Nauen, Rohlfs, Heckel und anderen Expressionisten und stiftete 1922 97 Werke seiner Heimatstadt Mönchengladbach. Heute befinden sich dort 40 Arbeiten Nauens im Museum Abteiberg.


„So etwas von Intensität, von Konzentration, von Leuchtkraft und Farbklang …“
Edwin Suermondt über Nauens Dilborner Bilder, Sommer 1911
Kunst aus heutiger Zeit
Skulpturen im Schlosspark
Auch nach der Epoche des Ehepaars Nauen wurde Schloss Dilborn mit künstlerischen Werken ergänzt.

Ohne Titel
Großskulpturen aus poliertem Stein und Stahl in Verbindung mit Spiegeln. Teilnehmer der documenta IV.

Continuum
Werke in Privatsammlungen von New York bis Hongkong. Auf Schloss Dilborn steht ihre Skulptur „Continuum“.

Der Zufall ist ein großer Organisator
Seine Stahlskulptur „Der Zufall ist ein großer Organisator“ steht auf dem Stumpf einer mächtigen Eiche im Park.

La Belle et la Bête
„La Belle et la Bête“, aus einer Stahlplatte geschnitten, blau lackiert, direkt am Wassergraben.

Die drei Grazien
„Die drei Grazien“ spiegeln sich im Wassergraben, aus Aluminium, farbig beschichtet.

