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Dilborner Straße 63 · 41379 Brüggen
schlossdilborn@gmail.com
Heinrich Nauen: Herbstwald

1880 bis 1940 · Maler des rheinischen Expressionismus

Heinrich Nauen

Treuer Ehemann und Künstler mit besonderem Auge fürs Detail. Von 1911 bis 1931 lebte und arbeitete er auf Schloss Dilborn.

Heinrich Nauen, Herbstwald, um 1911/12, Öl auf Leinwand, 80 × 70 cm, Kunstmuseum Bonn.
Heinrich Nauen, Herbstwald, um 1911/12, Öl auf Leinwand, 80 × 70 cm, Kunstmuseum Bonn.

Dilborner Künstler

Herbstwald

Franz Heinrich Nauen zählt zu den wichtigsten Vertretern des rheinischen Expressionismus. Zwanzig Jahre lang war Schloss Dilborn sein Zuhause, sein Atelier und sein Motiv.

Sein Vater Heinrich Franz Nauen übte bereits in dritter Generation das Bäckerhandwerk in Krefeld aus. Seine Mutter Adelgunde Luise Nauen, geb. Mooren, stammte ebenfalls aus einer Bäckerfamilie, die im 19. Jahrhundert von Brüggen nach Krefeld gezogen war. Das religiöse Gemüt der Mutter wirkte in ihm nach, und die Farbigkeit von Samt und Seide seiner Vaterstadt hinterließ bei dem Jungen einen bleibenden Eindruck. Früh entwickelte er ein starkes Farbgefühl.

Als Sechzehnjähriger legte er seine ersten Arbeiten an der Düsseldorfer Kunstakademie bei Professor Lauenstein vor, der dem Vater mit derbem Humor abriet. Nauen wurde trotzdem sein Schüler und verließ die Akademie 1899 enttäuscht. An der Stuttgarter Kunstschule fand er bei Graf Kalckreuth einen ruhenden Pol und begegnete dort Marie von Malachowski.

Biografie

Lebensstationen

  1. 1880

    Am 1. Juni in Krefeld geboren.

  2. 1896

    Erste Arbeiten an der Düsseldorfer Kunstakademie vorgelegt.

  3. 1897

    Schüler von Prof. Lauenstein an der Akademie, die er 1899 enttäuscht verlässt.

  4. Stuttgart

    Studium bei Graf Kalckreuth an der Stuttgarter Kunstschule, erste Begegnung mit Marie von Malachowski.

  5. 1902

    Rückzug nach Orbroich bei Krefeld.

  6. 1905

    Heirat mit Marie von Malachowski in Dresden, anschließend mehrere Monate in Paris.

  7. 1911

    Das Ehepaar bezieht am 1. Juni den rechten Flügel von Schloss Dilborn.

  8. 1914

    Erste Kollektiv-Ausstellung in der Galerie Alfred Flechtheim, Düsseldorf, mit dem Drove-Zyklus.

  9. 1921

    Professor an der Kunstakademie Düsseldorf.

  10. 1931

    Umzug nach Neuss, planmäßige Professur in Düsseldorf.

  11. 1937

    Werke werden als „entartete Kunst“ aus den Museen entfernt, Nauen muss in den Ruhestand.

  12. 1940

    Am 26. November in Kalkar gestorben.

Die gemeinsame Geschichte auf Dilborn

Hochzeit in Dresden, Paris, Berlin, zwanzig Jahre Dilborn: die Lebensstationen des Künstlerpaars mit Werken aus der Dilborner Zeit.

Das Ehepaar Nauen

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Marie von Malachowski-Nauen

Eine begabte Persönlichkeit mit außergewöhnlicher Kunst, zu ihrer Zeit von der Kritik oft verkannt.